Donnerstag, 28. Juli 2011

Latacunga nach Cuenca

















Nach einem wohl verdienten Ruhetag in Latacunga, sehnte ich mich wieder nach meinem Radleralltag. Kaum eine Stunde gefahren, schon setzte der Regen ein, wobei ich sagen muss, dass ich bisher Glueck hatte mit dem Regen, dafuer ist es aber zu 75 Prozent immer bewoelkt und entspricht ueberhaupt nicht dem ueblichen Wetter. Zuerst ging es zu der Outdoorstadt Banos, wo ich nach langer Zeit wieder Raften war. Es war zwar nicht so spektakulaer(Grad 3-4 fuer die kenner), aber unser Guide sorgte mit all den Trockenuebungen fuer jede Menge Fun. Abends ging es dann fuer die mueden Muskeln in die heissen Thermalbecken.
Danach gings abseits an Feldwegen entlang nach Riobamba, wo mit dem Chimborazu (6310 Meter) der hoechste Berg Ecuador auf mich wartete! Fuer die Besteigung war ich mental noch nicht so weit und bin daher mit dem Bus zum Eingang des Nationalpark auf 4200 HM hoch gefahren und wollte es mal ausprobieren, wie es sich auf der Hoehe mit dem Rad anfuehlt. Ich braucht fuer den Weg zur ersten Refugio auf 4800 HM fast 90! Minuten, obwohl es nur 8 Kilometer weit war. Da ist Wandern auf der Hoehe doch einiges gemuetlicher:) Wanderte natuerlich noch zur 2 Refugio auf 5000 HM hoch und sah den Gipfel leider nicht ganz, aber eines ist sicher, irgendwann ist er in meinem Leben faellig.. Die Downhillfahrt von 48oo HM zurueck nach Riobamba auf 2800 HM war einfach super geil, anfangs gab es sogar noch einen kleinen Graupelschauer und das schneebedeckte Atlasgebirge hinter Riobamba gelegen, war immer in meinem Blickfeld!
Im netten Alausi gibt es den einen beruehmten Zug, der dadurch bekannt ist, dass er Spitzkehren faehrt, man aendert manuel die Weiche und dann faehrt man rueckwaerts weiter. Es ist aber nur noch ein Tourizug, aber die Landschaft ist schon eindrucksvoll, vor allem, wenn man sich vorstellt, was fuer Schweiss damals bei den Arbeitern vor ca.100 Jahren geflossen ist, um diese Strecke zu bauen!
Cuenca duelliert sich mit Quito, wer die schoenere Stadt ist. Sie hat auch viel Kolonialbauten, etliche Mussen, schoene Kirchen und ein nettes Flair! Bin im naheliegenden Cajas Nationalpark gewesen, der durch seine Moorlandschaft und etliche Seen bekannt ist, da er aber auf fast 4000 HM liegt, habe ich ausnahmsweise Pech gehabt, da alles im Nebel eingehuellt war. Dafuer habe ich in einem indigen Markt, die Delikatesse Ecuadors, naemlich ein Meerschweinchen gegessen. Etwas gewoehnungsbeduerftig mit einem eigenartigem Geschmack, der meiner Meinung nach mit nichts zu vergleichen ist!
Radfahrtechnisch ist Ecuador ein einziges Auf und Ab, dann wieder Auf und Ab und noch einmal Auf und Ab. Man bewegt sich meistens zwischen 2500 HM und 3500 HM, Unterkuenfte liegen nicht immer auf dem Weg, so dass ich mich wieder in Gemeindehallen und bei meiner geliebten Feuerwehr durchschlage. Landschaftlich natuerlich immer wieder reizvoll, wenn man oben am "Pass" meistens unterhalb der Wolkendecke ist und auf das Tal mit all den verschiedenartigen Gruentoenen herunterschauen kann ! Ach ja, auf einmal eierte bei einer schoenen Abfahrt mein hinterer Reifen und ich habe anfangs echt nicht gewusst, was los ist. Felge gecheckt, ok....Reifen gecheckt...auch ok, aber nein irgenwie schaut er komisch aus und es hat sich herausgestellt, dass der gute Schwalbe XR von innen aufgeplatzt ist, aber ich habe ja noch einen guten Ersatzreifen dabei.

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